13 Jan

Entwicklung der Einbruchszahlen

Ein Einbruch ist mit Sicherheit eines der schlimmsten Ereignisse, die man sich als Hauseigentümer oder Wohnungsbesitzer vorstellen kann.

Tagsüber ist man nicht zu Hause und bei der Rückkehr sind sämtliche Räume durchwühlt, Schränke ausgeräumt und Wertsachen verschwunden. Zwar leistet die Hausratversicherung in solchen Fällen Schadensersatz, doch bei vielen Betroffenen bleibt jahrelang die dunkle Erinnerung.
Und die Entwicklung der Einbruchszahlen ist besorgniserregend.

Drastischer Anstieg der Einbruchszahlen

Aus der polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass die Einbrüche seit dem Jahr 2005 kontinuierlich ansteigen. Sind im Jahr 2005 noch knapp 110.00 Einbrüche begangen worden, so musste die Polizei im Jahr 2012 schon mehr als 144. 000 Wohnungseinbrüche registrieren. Ein Anstieg, der sich Jahr für Jahr fortsetzt. Erschreckend dabei ist auch noch, dass die Aufklärungsquote permanent sinkt. Viele Täter hinterlassen keine Spuren und nutzen die Abwesenheit von den Bewohnern, um in wenigen Minuten Gegenstände zusammenzuraffen, die irgendwie von Wert sind. Oftmals sind die Täter nicht polizeilich registriert, sondern ziehen von Ort zu Ort weiter.

Die meisten Schäden liegen zwischen 500 und 5.000 Euro

Ein Indiz dafür, dass Einbrecher in der heutigen Zeit schnell zuschlagen und sich in Windeseile wieder vom Tatort entfernen, sind die Schadenszahlen. Rund 47 Prozent aller Schäden liegen in einem Bereich zwischen 500 und 5.000 Euro. Das entspricht in etwa der Summe von mehreren zusammengerafften technischen Geräten wie z. B. Notebook, Fernseher, Handy oder Tablet-PC. Die Schäden, die über 5.000 Euro liegen, machen knapp ein Fünftel der Kriminalstatistik aus. Dafür müssen Einbrecher aber gezielter vorgehen.

Die dunkle Jahreszeit macht es möglich

Der Herbst und der Winter bringen frühe Dunkelheit mit sich. Viele Menschen sind bei Einbruch der Dämmerung noch nicht zu Hause, etwa, weil sie noch bei der Arbeit sind. Also die optimale Zeit, um zuzuschlagen. Experten berichten, dass die Haupteinbruchszeit zwischen fünf Uhr und acht Uhr abends liegt. Im Schutze der Dunkelheit können Einbrecher sich über schlecht einsehbare Gärten Zugang zum Haus verschaffen und in wenigen Minuten Werteggenstände entwenden. Im Sommer wird die lang anhaltende Helligkeit den Tätern zum Hindernis. Viele Bürger sitzen in ihren Gärten und bekommen unweigerlich mit, wenn am Nachbarhaus auf einmal die Terrassentür eingeschlagen wird.

Ohne Hausratversicherung gibt es keine Entschädigung

Rund drei Viertel aller Wohnungsbesitzer und Hauseigentümer verzichtet nach wie vor auf die Hausratversicherung, ob wohl diese finanziellen Schutz bei einem Einbruch bietet. Gegenstände, die entwendet werden, ersetzt die Hausratversicherung zum Wiederbeschaffungswert. Wichtig ist vor allem, dass bei einem Einbruch unverzüglich die Polizei eingeschaltet wird und die Hausratversicherung ein Verzeichnis der gestohlenen Gegenstände, eine sogenannte Stehlgutliste, erhält.

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